Anomale Interferenzfarbe

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Einige Minerale zeigen Farben, die nicht auf der Michel-Levy Tafel abgebildet sind. Man spricht von anomalen Interferenzfarben.

Erklärung:

Die verschiedenen Wellenlängen des weißen Lichts werden in einigen Kristallen unterschiedlich stark gebrochen (Dispersion). Bei starker Dispersion nehmen einige Wellenlängen Werte nahe null für die Doppelbrechung Δn an. Dadurch leisten einige Farbeanteile keinen Beitrag zur entstehenden Interferenzfarbe und es kommt zu Farben wie lederbraun, taubenblau oder kanariengelb.

Man unterscheidet übernormale und unternormale Interferenzfarben.

Übernormale Interferenzfarben: Doppelbrechung des kurzwelligen Lichts ist größer. Es resultieren leuchtende Farben. Ein Beispiel ist Epidot.

Unternormale Interferenzfarben: Doppelbrechung des langwelligen Lichts ist größer. Es resultieren gedeckte tintenblaue und dunkelbraune Farbtöne. Beispiele sind Chlorit, Melilit oder Vesuvian.

AutorInnen

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Dieser Artikel wurde erstellt von:
Theresa Mond, Paula Dörfler