Auswertung von Geländedaten

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Nach der erfolgreichen Arbeiten im Gelände müssen die Geländebeobachtungen und die gesammelten Rohdaten aufbereitet und aus­ge­wertet werden. Hier findet ihr eine Übersicht zu wichtigsten Methoden.



GPS-Daten

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An jedem Aufschluss, Haltepunkt oder Ort der Probenahme solltet ihr euch die GPS-Koordinaten und die Höhe ü.N.N. notieren. So kann die Exkursions­route genau erfasst und nach­voll­zogen werden. Auch bei Probenahmen oder Messungen im Gelände dürfen GPS-Koordinaten nicht fehlen. Sie dienen der genauen wissenschaftlichen Doku­mentation und können im Gelände schnell und einfach erfasst werden. In der Nachbereitung der Geländearbeit sollten alle gesammelten GPS-Daten zusammen mit einer kurzen Be­schreibung übersichtlich in einer Tabelle zusammengeführt werden. Im Geländebericht oder der Abschlussarbeit werden alle relevanten GPS-Daten in einer Liste aufgeführt. Die GPS-Koordinaten können zudem dafür verwendet werden, die Haltepunkte oder Orte der Probenahme oder Messung in einer Karte zu dokumentieren.


Übersichts- und Detailkarten

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Jeder geländebezogene Bericht oder Abschlussarbeit sollte eine Übersichtskarte enthalten, die das Arbeits- oder Exkursionsgebiet zeigt. Gegebenenfalls sind auch Detailkarten hilfreich. So könnt ihr auch die Route eurer Exkursion darstellen, indem ihr die Stopps, Aufschlüsse und Fahrwege auf einer Karte mit entsprechend großem Maßstab markiert. Idealerweise zeichnet ihr selbst diese Karte, damit nur die für euren Bericht wesentlichen Punkte enthalten sind. Der Leser kann so die Karte schnell erfassen.


Geologische Karte und geologischer Profilschnitt

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Nach einer erfolgreichen Kartierung müssen nun die Ergebnisse aufbereitet und eine geologische Karte, sowie ggf. ein geologischer Profilschnitt erstellt werden. Wie eine geologische Karte erstellt wird, lernt ihr in den Lehrveranstaltungen zu Karten und Profile, sowie im Rahmen der Kartierkurse. Das Schema einer geologischen Karte und nützliche Links findet ihr hier.


Stereographische Projektionen

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Mit Hilfe des Schmidt'schen Netzes können Daten zur Raumlage einer eingemessenen Schicht, eines Sattels, einer Falte, etc. ausgewertet werden. Die Raumlage kann durch die Streichrichtung, den Fall-Winkel und die Fallrichtung eindeutig angegeben werden. Dabei wird hauptsächlich die "konventionellen" und die Methode "nach CLAR" verwendet. Eine genaue Erklärung zur Auswertung findet ihr hier.


Geländebericht

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In diesem Artikel findet ihr alle Informationen zum Aufbau eines Geländeberichts, sowie Vorlagen.


Gesteins- und Mineralbeschreibung

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Die Gesteinsbeschreibung umfasst alle makroskopisch erkennbaren (freies Auge und Lupe) Eigenschaften eures Gesteins. Eine erste Gesteinsansprache findet bereits im Gelände statt. Bei interessanten Stücken kann es sinnvoll sein, ein Handstück mitzunehmen, um dieses dann im Detail zu untersuchen und zu beschreiben.

Der Aufbau der Beschreibung erfolgt vom Großen ins Kleine. Dabei wird eine Liste von Charakteristika abgearbeitet, um das Gestein möglichst detailliert zu beschreiben. Bei der Gesteinsbeschreibung ist auch ein Foto des Gesteins (mit Maßstab) zu empfehlen. Wichtige Details können durch eine Skizze des Handstücks herausgearbeitet und verdeutlich werden.

Die Beschreibung der Minerale ist ein Teil der Gesteinsbeschreibung. Dabei wird methodisch eine Reihe von Merkmalen ab­ge­arbeitet. Eine ausführliche Übersicht zu diesen Merk­malen ist hier zu finden.


Reinzeichnung einer Aufschlussskizze

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Im Gelände wird ein Auf­schluss oder andere Auffälligkeiten im Gelände häufig als Skizze im Feldbuch festgehalten.

Um sie später im Gelände­bericht, Bachelor- oder Masterarbeit verwenden zu können, müsst ihr die Skizze in eine Reinzeichnung übertragen. Dies könnt ihr klassisch per Hand (Tusche oder schwarzer Fineliner) machen oder mit Hilfe eines Zeichenprogramms. Hier habt ihr auch die Möglichkeit Details einzuarbeiten. Wichtig ist in jedem Fall, dass grundlegende Elemente einer Aufschlussskizze (Orientierung, Maßstab, etc.) enthalten sind.

Was ihr sonst noch beachten müsst und nützliche Tipps zum Anfertigen einer Aufschlussskizze findet ihr hier.




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Dieser Artikel wurde erstellt von:
Katharina Engels, Donjá Aßbichler