Basalt: Unterschied zwischen den Versionen

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Basalt ist ein feinkörniges, magmatisches, effusiv Gestein dessen Erscheinungen sehr vielfältig sein können. Die Makroskopische Erscheinung ist dabei stark vom Entstehungsort und der Chemie geprägt. Es kann dabei in Unterwasser und Terrestrische Förderung gegliedert werden.
 
Basalt ist ein feinkörniges, magmatisches, effusiv Gestein dessen Erscheinungen sehr vielfältig sein können. Die Makroskopische Erscheinung ist dabei stark vom Entstehungsort und der Chemie geprägt. Es kann dabei in Unterwasser und Terrestrische Förderung gegliedert werden.
  

Version vom 6. Mai 2019, 09:24 Uhr

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Basalt
Gestein Basaltischer Andesit Mexiko, Colima ohne 01 oM.png
Basaltischer Andesit, Colima, Mexiko
Geogenese
Genese

Vulkanisch

Mineralbestand
Akzessorien

Biotit, Hornblende

Physikalische Eigenschaften
Dichte [g/cm³]

2,9 – 3,15 g/cm³

Festigkeit

Hoch

Mechanische Eigenschaften
Gesteinstyp

Festgestein

Scherfestigkeit

dunkelgrau bis schwarz

Gefüge
Struktur
Kristallinität

Hyalin (amorph)

Korngröße

feinst körnig

Korngrößenverteilung

Gleichmäßig, in manchen Fällen auch porphyrisch möglich

Textur
Räumliche Verteilung der Gefügeelemente (Verteilungsgefüge)

Abhängig vom Abkühlungsverlauf, die Minerale können sich nach dichte Trennen (eher selten).

Räumliche Orientierung der Gefügeelemente (Orientierungsgefüge)

Abhängig vom Abkühlungsverlauf, Minerale können Orientierung in Flussrichtung zeigen

Eigenschaften von Vulkaniten
Temperatur der Lava

900 °C – 1200 °C

Typische Erscheinungsform
  • ʻAʻā-Lava
  • Pāhoehoe-Lava

Der Basalt (vermutlich aus dem Ägyptischen, griechisch βασανίτης [λίθος] = Probierstein, sehr harter Stein) ist das häufigste Effusivgestein der Erde. Mit einer Mischung aus Plagioklas, Pyroxen und Olivin ist wird seine Chemie als basisch oder ursprünglich bezeichnet, was ihn im Streckeisen-Diagramm als das vulkanische Äquivalent zum Gabro, Diorit und Anorthosit einordnet. Dabei entsteht er in der Regel als teilschmelze des Mantels und eruptiert dann an mittelozeanischen Rücken (engl. mid-oceanic ridge baslat, abgekürzt MOR), Subduktionszonen (engl.continental margin basalt,CMB und island arc basalt, IAB) oder Hotspots (engl. ocean island basalt, OIB).

Entstehung

Bei der durch Entlastung bedingten Teilaufschmelzung des Mantels entsteht ein Magma deren Zusammensetzung als ursprünglich oder basisch bezeichnet wird. Das Magma ist weniger dicht als das umgebene Gestein und es kommt zu einem Aufsteigen des Materials. An die Oberfläche gelangendes Material tritt als dünnflüssige Lava mit Temperaturen zwischen 900 °C und 1200 °C aus was wiederum auch den Chemismus wiederspiegelt. Die Chemie ist stark vom Geologischen Setting abhängig. Abhängig von diesem werden Basalte eingeteilt als • MORB (mid ocean ridge basalt, an Spreizungszonen zwischen zwei ozeanischen Platten), • CMB (continental margin basalt, an Subduktionszonen zwischen ozeanischer und kontinentaler Platte), • IAB (island arc basalt, an Subduktionszonen zwischen zwei ozeanischen Platten) oder • OIB (ocean island basalt, an Hot-Spots innerhalb einer Platte).

Erscheinung

Basaltischer Andesit, Colima, Mexiko

Basalt ist ein feinkörniges, magmatisches, effusiv Gestein dessen Erscheinungen sehr vielfältig sein können. Die Makroskopische Erscheinung ist dabei stark vom Entstehungsort und der Chemie geprägt. Es kann dabei in Unterwasser und Terrestrische Förderung gegliedert werden.

Die Unterwassergeförderten Basalte machen hier einen Großteil aller Basalte aus. Sie werden hauptsächlich an mittelozeanischen Rücken gebildet und erstarren als sogenannte Pillow-Laven. Durch den kontakt mit Wasser erstarrt die Lava an ihrer Oberfläche und es kommt zu loben Bildung. Da aber die Quelle noch nicht versiegt ist und es zu Nachschub von Lava kommt bricht die erstarrte Oberfläche wieder auf und es entsteht ein neuer Lobus. Diese so gebildeten Kanäle können mehrere Kilometer lang werden. Gleichzeitig entstehen daneben und darüber weitere Kanäle so kommt es zu mächtigen schichten von Pillow-Laven. Die Charakteristische Erscheinung dieser kann in Nebenstehendem Bild betrachtet werden. Dort sieht man die runde Oberseite und unten den Zwickel der sich zwischen den untenliegenden Pillows bildet.

Datei:Gestein Pillow Laven.png
Pillow Laven, bei Choy, Iran
Datei:Gestein Pillow Laven schematisch.png
Entstehung von Pillo-laven unter Wasser

Erstarrt Basalt Terrestrisch wird seine Erscheinungsform aus dem Zusammenspiel von Viskosität, welche wiederum von Temperatur und Chemismus abhängen, und Gefälle bestimmt. Diese bestimmen die Fließgeschwindigkeit von welcher wiederum die Erscheinung abhängt. Ist die Fließgeschwindigkeit während der Abkühlung hoch entsteht ʻAʻā-Lava ist sie dagegen langsam erstarrt die Lava zu Pāhoehoe-Lava. Durch die unterschiedliche Viskosität der Lava kann sich Basalt terrestrisch in schichten von wenigen Zentimetern bis zu mehreren 10ner Metern dicke Ergießen. Bei der Abkühlung von dickeren Schichten kommt es zu einer Temperatur bedingten Schrumpfung des schon festen Basalts. Diese führt zu Spannungen im Gestein welche so groß sein kann das es zur typischen Bruchbildung des Basalts kommen kann, den Basaltsäulen. Diese fünf- oder sechs-eckigen Strukturen stehen dabei senkrecht zur Abkühlungsfront. Und geben damit einen Einblick in die Abkühlungsgeschichte des Gesteins. Bei extrem großen Lavaergüssen können sogenannte Flutbaslate oder magmatische Großprovinzen (veraltet Trapp), welche Lava decken, manchmal auch als Tafeln bezeichnet, mit Ausmaßen von hunderten von Quadratkilometern bilden. Die sehr dünnflüssige Lava überflutet dabei regelrecht komplette Landstriche. Da basaltische Laven eine sehr niedrige Viskosität besitzen halten sie die Gase meistens sehr schlecht bis gar nicht. So kommt es das die Lava beim Ausbruch nur selten explosiv ist und eher zum fountaining neigt. Dies wiederum verringert die Bildung von Pyroklastika und somit auch Tuffen.

Klassifikation

Wie alle Vulkanite wird der Basalt im TAS-Diagramm definiert. Der Siliziumanteil liegt dabei zwischen 45% und 52% und der Alkalianteil reicht bis 5%.

Da das TAS-Diagramm eine ausschließliche Labormethode ist kann im Feld das Streckeisendigramm für Vulkanische Gesteine genutzt werden. In dem sich der Basalt mit dem Andesit das Feld, mit +20% und -10% Quarzanteil und bis zu 35% Alkalifeldspatanteil, teilt.

Zusammensetzung

Fundorte

Verwendung

Literatur

Referenzen

  • Quelle
  • Quelle


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Dieser Artikel wurde geschrieben und gegengelesen von:
S. Prochaska, C. Frank
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