Entmischung: Unterschied zwischen den Versionen

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Einige Minerale, die aus mehreren Komponenten bestehen, weisen eine temperaturabhängige Mischbarkeit auf. Bei hohen Temperaturen herrschen Bedingungen vollständiger Mischbarkeit und es bildet sich ein einziger Mischkristall. Bei langsamer Abkühlung nimmt die Mischbarkeit der Komponenten ab und aus einem Mischkristall bilden sich zwei eigenständige Phasen, die jeweils an einer Komponente angereichert sind, heraus. Man spricht aufgrund der länglichen Form der Phasen von Entmischungslamellen. Sie geben also Auskunft über die Bedingungen nach der Kristallisation. Entmischungslamellen sind meistens kristallographisch orientiert.
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Einige Minerale, die aus mehreren Komponenten bestehen, weisen eine temperaturabhängige Mischbarkeit auf. Bei hohen Temperaturen herrschen Bedingungen vollständiger Mischbarkeit und es bildet sich ein einziger Mischkristall. Bei langsamer Abkühlung nimmt die Mischbarkeit der Komponenten ab und aus einem Mischkristall bilden sich zwei eigenständige Phasen, die jeweils an einer Komponente angereichert sind, heraus. Man spricht aufgrund der länglichen Form der Phasen von Entmischungslamellen. Sie geben also Auskunft über die Bedingungen nach der Kristallisation. Entmischungslamellen sind meistens kristallographisch orientiert.
  
Minerale, die oft Entmischungslamellen aufweisen sind [[Alkalifeldspat]] und [[Pyroxen (pyroxene)|Pyroxen]]. Bei Alkalifeldspat spricht man von perthitischer Entmischung, wenn Na-reiche Albitlamellen in einem K-reichen Orthoklas vorkommen. In Pyroxenen findet man häufig Ca-arme Pyroxene als Lamellen eingebettet in Ca-reichen Klinopyroxenen.
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Minerale, die oft Entmischungslamellen aufweisen sind [[Alkalifeldspat]] und [[Pyroxen]]. Bei Alkalifeldspat spricht man von perthitischer Entmischung, wenn Na-reiche Albitlamellen in einem K-reichen Orthoklas vorkommen. In Pyroxenen findet man häufig Ca-arme Pyroxene als Lamellen eingebettet in Ca-reichen Klinopyroxenen.
==Referenzen==
 
Raith, M.M., Raase, P., Reinhardt, J. (2011): Leitfaden zur Dünnschliffmikroskopie
 
  
Stosch, H.-G. (2009): Skript zur Kristalloptik II – Mineralmikroskopie
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== Referenzen ==
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* Raith, M.M., Raase, P., Reinhardt, J. (2011): Leitfaden zur Dünnschliffmikroskopie
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* Stosch, H.-G. (2009): Skript zur Kristalloptik II – Mineralmikroskopie
  
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== Autor:innen ==
 
{{Autor|1=Theresa Mond, Paula Dörfler}}
 
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[[Kategorie:Wörterbuch]]
 
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[[Kategorie:Glossar der Fachbegriffe in der Polarisationsmikroskopie]]
 
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Aktuelle Version vom 19. November 2020, 13:15 Uhr

Einige Minerale, die aus mehreren Komponenten bestehen, weisen eine temperaturabhängige Mischbarkeit auf. Bei hohen Temperaturen herrschen Bedingungen vollständiger Mischbarkeit und es bildet sich ein einziger Mischkristall. Bei langsamer Abkühlung nimmt die Mischbarkeit der Komponenten ab und aus einem Mischkristall bilden sich zwei eigenständige Phasen, die jeweils an einer Komponente angereichert sind, heraus. Man spricht aufgrund der länglichen Form der Phasen von Entmischungslamellen. Sie geben also Auskunft über die Bedingungen nach der Kristallisation. Entmischungslamellen sind meistens kristallographisch orientiert.

Minerale, die oft Entmischungslamellen aufweisen sind Alkalifeldspat und Pyroxen. Bei Alkalifeldspat spricht man von perthitischer Entmischung, wenn Na-reiche Albitlamellen in einem K-reichen Orthoklas vorkommen. In Pyroxenen findet man häufig Ca-arme Pyroxene als Lamellen eingebettet in Ca-reichen Klinopyroxenen.

Referenzen

  • Raith, M.M., Raase, P., Reinhardt, J. (2011): Leitfaden zur Dünnschliffmikroskopie
  • Stosch, H.-G. (2009): Skript zur Kristalloptik II – Mineralmikroskopie

Autor:innen

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Dieser Artikel wurde erstellt von:
Theresa Mond, Paula Dörfler