Probenzerkleinerung: Unterschied zwischen den Versionen

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(Zerkleinerung einer Probe für Geochemische Analytik)
(Probenzerkleinerung)
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Die Wahl der Methode der Zerkleinerung hängt von mehreren Faktoren ab, wie z.B. Größe der Probe, seine Materialeigenschaften (z.B. hart, spröde etc.) und das Ziel der Untersuchung, bzw. Gewünschte Analysemethode.
 
Die Wahl der Methode der Zerkleinerung hängt von mehreren Faktoren ab, wie z.B. Größe der Probe, seine Materialeigenschaften (z.B. hart, spröde etc.) und das Ziel der Untersuchung, bzw. Gewünschte Analysemethode.
  
==Zerkleinerung einer Probe für Geochemische Analytik==
 
 
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Essenziell für eine geochemische Analytik ist die Auswahl einer repräsentative Probe, dies bestimmt auch die Größe der zu zerkleinernden Probe. Des Weiteren sollte Kontamination unter allen Umständen vermieden werden. Das bedeutet, dass bei der Auswahl des Zerkleinerungsgeräts auch die Kontamination, z.B. durch Abrieb der im Gerät befindlichen Materialien in Betracht gezogen werden sollte.  
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Für die geochemische Analytik ist beispielsweise die Auswahl einer repräsentative Probe essenyiell. Dies bestimmt auch die Größe der zu zerkleinernden Probe. Des Weiteren sollte Kontamination unter allen Umständen vermieden werden. Das bedeutet, dass bei der Auswahl des Zerkleinerungsgeräts auch die Kontamination, z.B. durch Abrieb der im Gerät befindlichen Materialien in Betracht gezogen werden sollte.  
 
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Version vom 18. September 2018, 15:19 Uhr

Probenaufbereitung2.png Probenaufbereitung > Probenaufbereitung: Methoden Methoden > Alle Methoden Alle Methoden > Probenzerkleinerung

Probenzerkleinerung


Die Wahl der Methode der Zerkleinerung hängt von mehreren Faktoren ab, wie z.B. Größe der Probe, seine Materialeigenschaften (z.B. hart, spröde etc.) und das Ziel der Untersuchung, bzw. Gewünschte Analysemethode.

Für die geochemische Analytik ist beispielsweise die Auswahl einer repräsentative Probe essenyiell. Dies bestimmt auch die Größe der zu zerkleinernden Probe. Des Weiteren sollte Kontamination unter allen Umständen vermieden werden. Das bedeutet, dass bei der Auswahl des Zerkleinerungsgeräts auch die Kontamination, z.B. durch Abrieb der im Gerät befindlichen Materialien in Betracht gezogen werden sollte.

ACHTUNG!

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Wichtig ist es, dass der Arbeitsplatz und das zur Zerkleinerung verwendete Gerät vor dem Einsatz penibel gereinigt wird um Kontaminationen zu vermeiden. Zudem ist es Pflicht sich in das zu jedem Gerät dazugehörige Laborbuch einzutragen. Sollte es zu auffälligen Ergebnissen kommen, kann hierüber nachvollzogen werden ob eine Kontamination durch eine zuvor präparierte Probe erfolgt ist. Vor der Zerkleinerung sollte die Probe von ggf. vorhandenem Schmutz, z.B. Erdreich befreit werden. Zudem sollte zur Dokumentation ein Foto der Probe gemacht werden (idealerweise im Gesteins-Fotolabor).

Geräte zur Zerkleinerung von Gesteinsproben

Ein Spalter besteht aus zwei in einem Schutzkäfig befindlichen Meißel, die ein Gestein in der Mitte mechanisch Spalten können.

In einer Presse wird die Probe in einem Probenteller zwischen zwei Stempeln unter hohem Druck gepresst. Max. Größe der Probe ca. 25 cm³

Mit Hilfe von Gesteinssägen können die Proben in die gewünschte Größe gesägt (formatiert) werden. Je nach Größe der Probe kommt eine kleine Gesteinssäge (max. 10 cm hohe Probe) oder eine große Säge (Clipper; max. 40 cm hohe Probe) zum Einsatz.

Mittels Backenbrecher können Proben (auch größere Probenmengen) effektiv zerkleinert werden. Dies ist besonders für die Mineralseparation wichtig. Je nach Probengröße und –menge sind unterschiedlich dimensionierte Backenbrecher notwendig. Vorsicht: Hier besteht ein große Gefahr der Kontamination durch Abrieb der Brechbacken. In der Regel bestehen die Backen aus Stahl, Keramik oder Wolfram-Carbid.

Ein Hammer Zerkleinerung in einem der anderen Geräte aufgrund des großen Reinigungsaufwands zeitlich nicht lohnt. Dies betrifft insbesondere auch Bruchstücke, die in der Presse nicht ausreichend klein gepresst wurden. Ein anderes Einsatzgebiet ist, wenn eine Probe zu groß für die oben genannten Geräte ist. Hierfür wird die Probe auf eine am Boden befindliche Eisenplatte gelegt und dann mittels Meißel und Vorschlaghammer gespalten. Generell besteht beim Einsatz eines Hammers besteht erhöhte Kontaminationsgefahr durch Abrieb. Deshalb ist der Kontakt zwischen Hammer und Probe zu vermeiden, z.B. durch Papier oder ein Handtuch.

Lehrveranstaltung

Geological sample preparation I

Geological sample preparation II