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Gesteinsbeschreibung

58 Bytes entfernt, 08:34, 17. Sep. 2021
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====Farbe und Farbzahl====
Zuerst wird der Farbeindruck des gesamten Gesteines beschrieben. Dafür muss das Handstück etwas weiter weggehalten werden. Dadurch wird die Farbe des Gesteins und nicht die der einzelnen Minerale/Körner wahrgenommen z. B. grau bei Granit.
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====Raumerfüllung====
Wie wirkt die Raumerfüllung des Gesteines? Ist das Gestein massig (eng. compact, massive), also ohne Hohlräume, oder hat es Hohlräume und ist damit porös/blasig (eng. blebby, cavernous, pored, poriferous, porous)?
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====Gefüge (Struktur & Textur)====
Das Gefüge (engl. fabric) eines Gesteins setzt sich zusammen aus seiner Struktur (engl. texture) und Textur (engl. structure). Die Struktur bezieht sich generell auf die äußere Gestalt charakterisiert durch Grad der Kristallinität, absolute und relative Korngröße, Ausbildungsform und wechselseitige Beziehung der Mineralkörner. Die Textur hingegen bezieht sich auf die Anordnung der Minerale und Mineralaggregate im Raum: Richtungsgefüge, Verteilung und Raumerfüllung.
=====Struktur=====
Die Struktur wird bei allen Gesteinsarten von der '''Korngröße''' geprägt. Diese bezieht sich auf das gesamte Handstück. Ist das Gestein überwiegend '''fein-, mittel- oder grobkörnig?'''
=====Textur=====
Wenn das Gestein homogen und isotrop ist, dürfen diese Begriffe ohne weitere Erklärung aufgeführt werden.
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====Mineral- und Modalbestand====
Die Bestimmung des Mineralbestandes ist ebenfalls essenziell für die Gesteinsbeschreibung. Hierbei muss generell zwischen Hauptmineralen (<5 Vol.-%), Nebenmineralen (1 bis 5 Vol.-%) und Akzessorien (<1 Vol.-%) unterschieden werden. Es wird angegeben, ob das Gestein mono-/polymineralisch (Magmatite) bzw. mono-/polymikt (Sedimentite) ist. Im Anschluss müssen die Volumenprozente der verschiedenen Minerale (Modalbestand) bestimmt werden. Zuerst werden die Hauptanteile, dann die Nebenanteile und abschließend die Akzessorien angegeben. Es ist wichtig konkrete Zahlenwerte aufzuführen, welche sowohl im Text als auch in der Skizze vorhanden sein müssen. Allerdings ist es oft sinnvoll Spannen zu notieren, z. B. 35 bis 40 Vol.-%, da es makroskopisch nicht möglich ist den exakten Anteil zu bestimmen. Beachte, dass die addierten Zahlenwerte 100 Vol.-% ergeben müssen . Es ist außerdem wichtig, den Modalbestand des Gesteines in allen Richtungen zu betrachten, da dieser abhängig von der Schnittalge variieren kann.
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====Minerale====
Im zweiten Abschnitt werden die einzelnen Minerale genauer beschrieben. Hierbei werden die Erkennungsmerkmale wie die Farbe, der Glanz, die Form, etc. angegeben. Diese sind in der folgenden Tabelle aufgelistet. Es ist hierbei nicht notwendig zu jedem aufgeführten Merkmal etwas zu schreiben. Jedoch sollten die erkennbaren Merkmale beschrieben werden, welche charakteristisch für das jeweilige Mineral sind.
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====Besonderheiten====
Abschließend können noch Besonderheiten beschrieben werden, die in der vorherigen Beschreibung nicht erwähnt wurden. So ist es z. B. wichtig auf Alteration, die Stärke der Verwitterung, Klüfte etc. aufmerksam zu machen.
<!--=====Überprägung=====-->
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<!--=====Verwitterung=====
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<!--=====Sonstige=====-->
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<!--Genauere Erklärungen findet ihr unter den Artikeln [[Gesteinsansprache Magmatite]], [[Gesteinsansprache Sedimentite|Gesteinsansprache Sedimente]], und [[Gesteinsansprache Metamorphite]].-->
====Einordnung und Gesteinsname====
Anhand der zuvor aufgeführten Beobachtungen kann das Gestein im abschließenden Absatz einer Gesteinsart zugeordnet werden. Bestimmte Merkmale wie z. B. das Gefüge sind hierbei ausschlaggebend für die Einordnung und werden als Begründung für die Einordnung angegeben. Anschließend erfolgt eine konkretere Benennung. Auch hier geht man vom "Groben ins Kleine". So kann z. B. ein Gestein als Magmatit identifiziert werden. Das dichte, phaneritische Gefüge begründen die Zuordnung zu den Plutoniten. Der Mineralbestand weist das Gestein als beispielsweise als Granit aus. Bei der Bestimmung von Metamorphiten sollte das Ausgangsgestein angegeben werden, z. B.: "Es handelt sich um einen Amphibolit, der durch eine Erhöhung der Temperatur und des Druckes aus einem Basalt gebildet wurde".
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====Fotos und Skizzen====
Eine Gesteinsbeschreibung sollte immer auch ein Foto des Handstücks enthalten. Hierbei solltest du darauf achten, dass die Eigenschaften des Gesteins gut zur Geltung kommen und auch bei der Druckversion deiner Arbeit, die Fotos noch gut zu erkennen sind. Dafür sollte das Handstück gut ausgeleuchtet sein, du solltest aber auch darauf achten, dass das Licht nicht Teile deines Gesteins überstrahlt. Als Hintergrund sollte immer ein neutraler Hintergrund gewählt werden (z.B. weiß oder schwarz).
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