Zitationsregeln und Literaturverzeichnis: Unterschied zwischen den Versionen

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K (Beispiele für die Formatierung im Literaturverzeichnis)
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**Koch, T., & Obermaier, M. (2014). Blurred lines. German freelance journalists with secondary employment in public relations. Public Relations Review, 40, 473-482.  
 
**Koch, T., & Obermaier, M. (2014). Blurred lines. German freelance journalists with secondary employment in public relations. Public Relations Review, 40, 473-482.  
 
*'''Online Quelle''': Enthalten sein müssen: Autor:innen, Erscheinungsjahr, Titel, evtl. Absatz,  Abrufdatum, Link.
 
*'''Online Quelle''': Enthalten sein müssen: Autor:innen, Erscheinungsjahr, Titel, evtl. Absatz,  Abrufdatum, Link.
**Bayerisches Landesamt für Umwelt (2020): Geotop Bogenberg. Abgerufen am: 14.10.2020 unter: https://www.lfu.bayern.de/geologie/bayerns_schoenste_geotope/96/index.htm.<br>
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**Bayerisches Landesamt für Umwelt (2020): Geotop Bogenberg. Abgerufen am: 14.10.2020 unter: https://www.lfu.bayern.de/geologie/bayerns_schoenste_geotope/96/index.htm.<br><br>
  
 
{{Tipp|''Wenn du mit deiner Arbeit fertig bist, gleichst du am besten die zitierten Quellen im Text mit denen im Literaturverzeichnis ab. Alle Quellen, die im Literaturverzeichnis auftauchen, müssen auch im Text erwähnt sein und andersherum.''}}<br>
 
{{Tipp|''Wenn du mit deiner Arbeit fertig bist, gleichst du am besten die zitierten Quellen im Text mit denen im Literaturverzeichnis ab. Alle Quellen, die im Literaturverzeichnis auftauchen, müssen auch im Text erwähnt sein und andersherum.''}}<br>

Version vom 10. April 2021, 16:11 Uhr

Um wissenschaftlich korrekt zu arbeiten müssen alle Aussagen und Gedanken, die aus anderen Quellen übernommen werden in der eigenen Arbeit kenntlich gemacht werden. Dies dient der Nachvollziehbarkeit und Überprüfbarkeit der Inhalte. Dafür müssen die Zitate genau und zutreffend sein – sie dürfen also nicht verfälscht oder abgeändert werden. Ohne Beleg handelt es sich um ein Plagiat!
Die Quellen müssen sowohl direkt im Text zitiert werden, als auch im Literaturverzeichnis am Ende der Arbeit auftauchen.

Formen von Zitaten

Bei Zitaten wird zwischen direkten und indirekten Zitaten unterschieden. Direkte Zitate übernehmen Wort für Wort die Aussagen aus der Quelle. Sie müssen in Anführungszeichen ( „…“ ) stehen. Unter 40 Wörtern werden die Zitate in den Text mit eingebunden, sind sie länger, empfiehlt es sich sie als eigenen Absatz eingerückt darzustellen. Vermeintliche Rechtschreibfehler werden übernommen und grammatikalische Änderungen oder Einschübe werden mit eckigen Klammern ( […] ) gekennzeichnet.
Bei einem indirekten Zitat wird der Inhalt der Quelle in eigenen Worten dargestellt. In den Geowissenschaften wird fast ausschließlich indirekt zitiert.

Belegarten für Zitate

Belege stehen immer direkt nach der zitierten Stelle. Wichtig ist, dass der Beleg den/die Autor:innennamen und das Erscheinungsjahr enthält. Einige Dozierende oder Verlage verlangen zudem die Seitenzahl der Quelle.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten ein Zitat zu belegen. In den Geowissenschaften ist es gängig den Autor:innennamen und das Erscheinungsjahr in runden Klammern am Ende des Satzes oder Absatzes einzubinden: Bsp. (Salzmann & Huber 2020, S. 30). Auch kann der/die Autor:in direkt im Text erwähnt werden: Salzmann (2020) vertritt die Ansicht, dass… .
In anderen Disziplinen (z.B. Geisteswissenschaften) werden die Belege oft in Fußnoten oder mit Nummerierungen passend zum Literaturverzeichnis angegeben. In Naturwissenschaften ist diese Zitationsweise eher unüblich.

Regeln für Belege

  • Werke eines/einer Autor:in: Name Jahr, Seitenzahl (Salzmann 2020, S.30)
  • Werke zweier Autor:innen: Name & Name Jahr, Seitenzahl (Salzmann & Müller 2020, S. 30)
  • Werke dreier oder mehr Autor:innen: Name et al. Jahr, Seitenzahl (Salzmann et al. 2020, S. 30)
  • Werke mit Vereinigungen/Organisationen als Autor:innen: Organisationsname/-abkürzung Jahr, Seitenzahl (LFU 2021, S. 20)


Abkürzungen für Zitate

Abkürzung Bedeutung Anwendung
et al. und andere bei einem Beleg mit 3 oder mehr Autor:innen
vgl. vergleiche kann bei der Kennzeichnung für Paraphrasen verwendet werden
ebd. ebenda ersetzt den Autor:innennamen und das Erscheinungsjahr, wenn die gleiche Quelle direkt nacheinander zwei oder mehrmals zitiert wird
f. oder ff. folgend oder folgende wird verwendet, wenn die Quelle sich auf der folgenden oder den folgenden Seiten fortsetzt. (Salzmann 2020, S. 30 f.) bezieht sich somit auf Seite 30 und 31.
Hrsg. Herausgeber bei einigen Werken gibt es viele Autor:innen (z.B. Sammelbände). In diesem Fall wird das Werk von den Herausgebern veröffentlicht.

Literaturverzeichnis

Das Literaturverzeichnis steht am Ende der Arbeit und listet alphabetisch alle zitierten Quellen aus dem Text auf. Enthalten sein sollten alle Autor:innennamen, das Erscheinungsjahr, der Titel inklusive Untertitel. Bei Büchern wird zudem der Erscheinungsort und der Verlag angegeben, während bei Papern der Zeitschriftentitel, der Band und die Seitenzahlen des Artikels genannt werden. In modernen Werken wird zudem häufig die DOI (Digital Object Identifier) angegeben. Für Onlinequellen muss das Abrufdatum und der Link angegeben werden. Wichtig ist, dass die Literaturangabe alle Informationen enthält, um die Veröffentlichung eindeutig auffinden zu können.
Für das Format gibt es verschiedene Zitiervorgaben: z.B. APA, Harvard, MLA, GSA-Guidelines (https://libguides.geneseo.edu/citation/GSAcitation). Egal welche Vorlage du dir aussuchst, wichtig ist vor allem, dass das Format einheitlich und konsistent ist!

Beispiele für die Formatierung im Literaturverzeichnis

  • Buchquelle: Enthalten sein müssen: Autor:innen, Erscheinungsjahr, Titel, evtl. Auflage, Erscheinungsort, Verlag, evtl. DOI.
    • Meschede, M. (2018): Geologie Deutschlands. Ein prozessorientierter Ansatz (2. Aufl.). Berlin: Springer Verlag. DOI: 10.1007/978-3-662-56422-6.
    • Allmendinger, R.W., Cardozo, N., & Fisher, D., 2011, Structural Geology Algorithms: Vectors and Tensors in Structural Geology: New York, Cambridge University Press, 304 p.
    • Meyer, W. (1980). Zur Erdgeschichte des Koblenzer Raumes. In: Cruse, B. (Hrsg.). Zur Mineralogie und Geologie des Koblenzer Raumes des Hunsrücks und der Osteifel. Sonderband 30 (Koblenz). Heidelberg: Vereinigung der Freunde der Mineralogie und Geologie (VFMG) e.V., S. 1-10.
  • Paper/ Zeitschrift: Enthalten sein müssen: Autor:innen, Erscheinungsjahr, Titel, Zeitschriftentitel, Ausgabe, Seiten, evtl. DOI.
    • Peterek, A. & Schröder, B. (2017): Tektonik, Vulkanismus und Landschaftsentwicklung im Oberpfälzer Hügelland, Nordostbayern (Exkursion K am 21. April 2017). In: Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen Geologischen Vereins, Band 99, S. 307-344. DOI: 10.1127/jmogv/99/0010.
    • Hoth, K. (1999): Geschichte und Zukunftsansätze der geowissenschaftlichen Gesellschaften der Festen Erde in Deutschland. – Z. geol. Wiss., 27: 91-104; Berlin.
    • Smith, D.C., Fox, C., Craig, B., and Bridges, A.E., 1989, A contribution to the earthquake history of Maine, in Neotectonics of Maine: Maine Geological Survey Bulletin 40, p. 139–148.
    • Koch, T., & Obermaier, M. (2014). Blurred lines. German freelance journalists with secondary employment in public relations. Public Relations Review, 40, 473-482.
  • Online Quelle: Enthalten sein müssen: Autor:innen, Erscheinungsjahr, Titel, evtl. Absatz, Abrufdatum, Link.
Tipp:
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Wenn du mit deiner Arbeit fertig bist, gleichst du am besten die zitierten Quellen im Text mit denen im Literaturverzeichnis ab. Alle Quellen, die im Literaturverzeichnis auftauchen, müssen auch im Text erwähnt sein und andersherum.


Weitere Verzeichnisse

  • Kartenverzeichnis: enthält alle verwendeten Karten
    • Beleg im Text: z.B. (GK 25, Blatt 8324)
    • Literaturverzeichnis: z.B. Geologische Karte 1:25.000 von Baden-Württemberg: Blatt 8324, Wangen West, von Schmidt, M. & Bräuhäuser, M., mit Erläuterungen. Stuttgart: Geologisches Landesamt von Baden-Württemberg, 1913/19.
  • Abbildungsverzeichnis: enthält alle Abbildungen
  • Tabellenverzeichnis: enthält alle Tabellen
  • Abkürzungsverzeichnis: enthält alle Abkürzungen

Literaturverwaltungsprogramme

Um nicht den Überblick über die verwendete Literatur zu verlieren, lohnt es sich bei längeren Arbeiten ein Literaturverwaltungs- bzw. Zitierprogramm zu benutzen.

Zu empfehlen sind:

Tipp:
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Über deinen Unizugang erhält du kostenfreie Lizenzen für einige Zitierprogramme.


Beachte:
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Auch wenn du ein Programm benutzt, gilt: Prüfe am Ende, ob alle Quellen enthalten und einheitlich formatiert sind.


Wie du die passende Literatur für deine Arbeit findest, ist hier ausführlich beschrieben.


Weitere Informationen und Literatur

Oehlrich, M. (2019): Wissenschaftliches Arbeiten und Schreiben. Schritt für Schritt zur Bachelor- und Master-Thesis in den Wirtschaftswissenschaften (2. Aufl.). Berlin: Springer Verlag.
Heesen, B. (2014): Wissenschaftliches Arbeiten. Methodenwissen für das Bachelor-, Master- und Promotionsstudium. Berlin: Springer Verlag.


Nützliche Links

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Dieser Artikel wurde geschrieben und gegengelesen von:
K. Schultz
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