Zonarbau

Aus GEOWiki@LMU
Version vom 19. November 2020, 03:29 Uhr von Philipp (Diskussion | Beiträge)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu:Navigation, Suche

Der Zonarbau von Mineralen bezeichnet üblicherweise eine chemische Zonierung von Mineralen. Dabei zeigt das Mineral konzentrisch verlaufende Zonen mit leicht unterschiedlichem Chemismus, die an der Änderung der optischen Eigenschaften, wie z.B. Eigenfarbe und/oder Interferenzfarbe sichtbar werden. Es ist ein wesentliches Kennzeichen für die Bestimmung von Mineralen mit dem Polarisationsmikroskop. Oft entsteht ein Zonarbau auch durch verschiedene Wachstumsphasen der Kristalle, bei denen jeweils eine unterschiedliche Elementverfügbarkeit im Ausgangsmagma geherrscht hat.

Minerale, die häufig einen Zonarbau aufweisen, sind z.B. Plagioklas, Pyroxen, Granat, Epidot, und Zirkon.

Zonarbau ist nicht zu verwechseln mit Corona-Strukturen, ringförmige Reaktionsgefüge, bei denen nicht näher miteinander verwandte Minerale aufgrund von Resorption und Präzipitation miteinander vorkommen. Solche Reaktionsgefüge entstehen in einem geänderten Stabilitätsfeld mit unterschiedlichen Druck- und Temperaturbedigungen.

Eine Zonierung in Mineralen kann auch durch Fluid- oder Schmelzeinschlüsse entstehen, die regelmäßig entlang von ursprünglichen Wachstumsflächen/Kristallflächen konzentrisch angeordnet sind.

Literatur

  • Raith, M.M., Raase, P., Reinhardt, J. (2011): Leitfaden zur Dünnschliffmikroskopie

Autor:innen

Maxl Autor.png
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Paula Dörfler, Theresa Mond