Granat

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Granat
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Mineral Maxl, Bayern
Allgemeines und Klassifikation
Abkürzung Grt
Chemische Formel X3Y2Z3O12
Mineralklasse Silikate
Kristallographische Daten
Kristallsystem kubisch
Kristallklasse Bitte ergänzen!
Physikalische Eigenschaften
Mohshärte 6 – 7,5
Dichte (g/cm3) 3,5 – 4,3 g/cm3
Farbe variabel
Strichfarbe weiß
Spaltbarkeit keine
Bruch muschelig
Morphologie rundlich, bauchig
Glanz Glasglanz, Fettglanz, Harzglanz
Kristalloptik
Brechungsindex n = 1,71 - 2,0
Optischer Charakter isotrop

Ethymologie

Allgemeines

Synthetische Granate werden z.B. in der Computerindustrie verwendet


Vorkommen und Paragenese

Pyrop (Mg3Al2[SiO4]3): rot, in Hochdruckgesteinen z.B. Granatperidodit

Almandin (Fe3Al2[SiO4]3): bräunlich-rot, in Metamorphiten, mittlere P-, T-Bedingungen z.B. Granatglimmerschiefer, Gneise

Spessartin (Mn3Al2[SiO4]3): gelblich bis bräunlich-rot, in Graniten, Pegmatiten, metamorphen Gesteinen mit viel Mn

Grossular (Ca3Al2[SiO4]3): gelblich-grün bis braun-rotgelb, Kontaktmineral mergeliger Gesteine

Uwarowit (Ca3Cr2[SiO4]3): grün, Chromitlagerstätten

Andradit (Ca3Fe3+2[SiO4]3): bräunlich-schwarz, Kontaktmineral, Kluftbildung in Serpentinen, Skarne

Melanit/Schorlomit: schwarz, alkalibetonte Magmatite, z.B. Nephelinsyenite, Phonolite


Klassifikation

Bestimmung im Gelände

Diagnostische Merkmale:

Kristallform (rundlich bis fußballähnlich), Farbe, Härte


Bestimmung mit Polarisationsmikroskop

Diagnostische Merkmale:

  • oft idiomorph
  • rosa bis rötliche Farbe im Hellfeld
  • hohes Relief
  • kubisches Mineral → isotrop im Dunkelfeld


Bei Granaten kann poikilithisches Wachstum auftreten. Das heißt, dass das Mineral beim Wachsen andere Minerale einschließen kann. Dies führt zu einem siebartigen Aussehen. Vor allem im Dunkelfeld sind helle und abgerundete Einschlussbahnen im isotropen Granat gut erkennbar. Manchmal kann ein faseriger Reaktionssaum um Granate herum beobachtet werden. Dieser sogenannte Kelyphit-Reaktionssaum entsteht, wenn feinstkörnige Minerale (z.B. Spinell und Plagioklas) faserig miteinander verwachsen und den Granat von außen nach innen verdrängen.

Mineralstruktur und Chemismus

Chemische Formel: X3Y2Z3O12, wobei:

X = dodekaedrisch koordinierte Kationen, z.B. Ca2+, Mg2+, Fe2+, Mn2+

Y = oktaedrisch koordinierte Kationen, z.B. Al3+, Fe3+, Cr3+

Z = tetraedrisch koordinierte Kationen, meistens Si4+, gelegentlich auch Al3+ oder Fe3+

☕ Abbildungen

Tipps zu Mineralseperation und Präparation

Beispiele im GEOWiki

☕ Link z.B. zu Gestein speziell Seiten ☕ Mineral im Dünnschliff ☕ Link z.B. zu einer Analyse

Weitere Informationen und Literatur

Markl G. (2013). Minerale und Gesteine: Mineralogie - Petrologie - Geochemie. Springer Spektrum

Autor:innen

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Dieser Artikel wurde erstellt von:
Maxl