Mineralische Horizonte

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Bei einem mineralischen Horizont ist der Masseanteil von organischem Material weniger als 30%.

A-Horizont

Der A-Horizont ist ein Oberbodenhorizont, welcher organische Substanz enthält, aber weniger als 30%.

B-Horizont

Der B-Horizont ist ein Unterbodenhorizont, entstanden durch die bodenbildenden Prozesse Verwitterung, Verlehmung und/oder Anreicherung verschiedener Bodenbestandteile.

C-Horizont

Der C-Horizont ist ein Untergrundhorizont. Hierbei wird unterschieden zwischen einem Untergrundhorizont aus Festgestein und aus Lockergestein. Ersteres hat die Bezeichnung lC (l = locker) und zweiter mC (m = massiv). Aus diesem Fest- bzw. Lockergestein ist durch Verwitterung der darüber liegende Boden entstanden.

P-Horizont

Der P-Horizont ist ein Unterbodenhorizont. Seine Bezeichnung leitet sich von der tonreichen Bodenart Pelosole ab. Der Tonanteil beträgt mehr als 45% weshalb dieser Horizont stark quellend bzw. schrumpfend ist.

T-Horizont

Der T-Horizont ist ein Unterbodenhorizont, welcher aus den Rückständen nach der Verwitterung von Carbonatgesteinen entsteht. Dabei steht das "T" für Terra.

S-Horizont

Der S-Horizont ist ein Unterbodenhorizont, welcher durch den Einfluss von Wasser, das nicht abfließen kann, geprägt wird. Spezifischer gesagt ist es ein marmorierter Unterbodenhorizont, welcher teilweise bis dauerhaft nass ist aufgrund von Stauwasser. Dabei entstehen Nassbleich- bzw. Oxidationsmerkmale.

G-Horizont

Der G-Horizont ist ein semiterrestrischer Bodenhorizont, welcher durch den Einfluss von Grundwasser geprägt wird.

M-Horizont

Der M-Horizont ist ein Bodenhorizont, welcher aus bereits "sedimentiertem, holozänem, humosen Solummaterial" besteht. Dabei steht das "M" für das lateinische Wort migrare, welches wandern bedeutet.

E-Horizont

Der E-Horizont ist ein Bodenhorizont anthropogenen Ursprungs,, welcher aus auf dem ursprünglichen Boden aufgebrachten Plaggen- oder Kompostmaterial besteht. Der Buchstabe "E" steht für Esch.

R-Horizont

Der R-Horizont ist ein Mischhorizont anthropogenen Ursprungs, der durch tiefgreifende und bodenmischende Maßnahmen entsteht.

Y-Horizont

Der Y-Horizont ist ein Horizont, der durch den Eintrag von Reduktgas (CH4 und/oder CO2) entsteht. Dabei können die Gasquellen natürlichem sowie anthropogenem Ursprungs sein.


Referenzen

Ad-hoc Arbeitsgruppe Boden (2005): Bodenkundliche Kartieranleitung (KA5). Hannover (Kommission: E. Schweizerbartsche Verlagsbuchhandlung).

Scheffer, F., Schachtschabel, P. (2018): Lehrbuch der Bodenkunde. Berlin.

AutorInnen

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Dieser Artikel wurde erstellt von:
Antonia Augustin, Eileen Eckmeier