Monogenetisch vs. Polygenetisch (Vulkanismus)
Monogenetisch und polygenetisch beschreiben in der Vulkanologie grob die Entstehungsweisen von Vulkanen. Man unterscheidet hierbei sowohl die Länge als auch die Anzahl der Eruptionsphasen sowie die Anzahl der Nutzung eines Fördersystems. [1]
Monogenetisch
Monogenetische Vulkane bilden sich durch eine einzige, relativ kurze Eruptionsphase (Stunden bis Monate), bei der nur ein Fördersystem verwendet wird. Während dieser Eruptionsphase wird im Allgemeinen nur ein Magmatyp gefördert. Es können sich hierbei z. B. Schlackenkegel (engl. cinder cones), Dome, Maare, Tuffringe, Tuffkegel oder kleine Schildvulkane bilden. [1]
Ein Beispiel eines monogenetischen Vulkans ist der Sunset Crater im San Francisco Volcanic Field nahe Flagstaff (Arizona, USA).
Polygenetisch
Im Gegensatz zu monogenetischen Vulkanen durchlaufen polygenetische Vulkane mehrere, längere Eruptionsphasen (Tausende bis mehrere Millionen Jahre). Hierbei nutzen sie unterschiedliche Fördersysteme. Es können sich hierbei z. B. Stratovulkane (auch Schichtvulkane genannt), große Schildvulkane bilden. Sie können aus unterschiedlichen Magmatypen zusammengesetzt sein. Desweitern können sich durch einen polygenetischen Ausbruch Calderen bilden. [1]
Ein Beispiel hierfür ist der Teide in der Las Cañadas Caldera (Teneriffa, Spanien). Der Teide ist ein polygenetischer Schichtvulkan, der im Rahmen der Kanaren-Exkursion (Bachelorstudiengang Geowissenschaften, LMU) besucht werden kann.
Referenzen
Autor
- Dieser Artikel wurde geschrieben und gegengelesen von:
- Sarah Schuh
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