Präzision und Prozessfähigkeit einer Messung

Aus GEOWiki@LMU
Wechseln zu:Navigation, Suche
Toleranzgrenzen eines Prozesses

Die Präzision beschreibt das Verhalten einer Analysemethode, unter verschiedenen bzw. wechselnden Bedingungen verlässliche und vergleichbare Ergebnisse zu liefern. Dabei wird zwischen der Wiederhol- und Vergleichbarkeit unterschieden.

  • Wiederholbarkeit: Präzision einer Analysemethode unter gleichen Arbeitsbedingungen und in einem kurzen Zeitfenster
  • Vergleichbarkeit: Präzision bei unterschiedlichen Arbeitsbedingungen (z.B. Wechsel des Bedienungspersonals, verschiedene Analysegeräte, Wechsle von Präparationshilfsmitteln, unterschiedliche Prüflabors)


Die Prozessfähigkeit beschreibt, ob ein Prozess über einen längeren Zeitraum eine immer vergleichbar hohe Qualität liefert

  • Entwicklung mehrere Konzepte, die unter der Bezeichnung Sechs-Sigma (Six Sigma) zusammengefasst werden, wobei bestimmte Parameter einer Baugruppe innerhalb der sechsfachen Standardabweichung 6σ liegen müssen
  • Die Toleranzgrenzen (siehe Abbildung) werden angegeben, um die Erwartungswerte (expectation) bestimmen zu können
  • Die experimentelle Bestimmung der Prozessfähigkeit verläuft wie bei der Bestimmung der Präzision und der Stabilität einer Messung.
  • Mit Hilfe von speziellen Parametern lässt sich die Prozessfähigkeit bestimmen, wobei zwei Fälle betrachtet werden


Mittelwert der Verteilung & Zielwert (target value) stimmen überein Mittelwert der Verteilung & Zielwert (target value) stimmen nicht überein
  • Cp-Wert = statistische Kennzahl



die 6*Standardabweichung ist die Toleranzgrenze, diese kann unterschiedlich gewählt werden

  • Beschreibt die Breite der Verteilung
  • Cpk-Wert

  • Betrachtung der jeweils kleinsten einseitigen Abweichung -> nur 3σ
  • Werte sind mit den Cp-Werten vergleichbar

Referenz

Haschke M., Flock J. (2017): Röntgenfluoreszenzanalyse in der Laborpraxis. – 1. Aufl., 448 S.; Weinheim (Wiley-VCH).

Autor:innen

Maxl Autor.png
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Felicitas Kaplar, Donja Aßbichler