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Das Mineral Fluorit, auch Flussspat genannt, gehört zu den wichtigsten Halegoniden. Es hat die Härte 4 und nimmt diesen Platz innerhalb der [https://geowiki.geo.lmu.de/wiki/Mohssche_H%C3%A4rteskala Mohs'schen Härteskala] ein. Fluorit wird bevorzugt aus ionischen Bindungen zwischen den Kationen Calzium und den Anionen Fluor gebildet (CaF<sup>2</sup>). Die Farbe des Fluorits kann sehr variieren. Du kannst ihn an seinem kubischen Kristallsystem und seiner vollkommenen Spaltbarkeit erkennen. Viele Fluorite weisen eine starke Fluoreszenz im UV-Licht auf. | Das Mineral '''Fluorit''', auch '''Flussspat''' genannt, gehört zu den wichtigsten Halegoniden. Es hat die Härte 4 und nimmt diesen Platz innerhalb der [https://geowiki.geo.lmu.de/wiki/Mohssche_H%C3%A4rteskala Mohs'schen Härteskala] ein. Fluorit wird bevorzugt aus ionischen Bindungen zwischen den Kationen Calzium und den Anionen Fluor gebildet (CaF<sup>2</sup>). Die Farbe des Fluorits kann sehr variieren. Du kannst ihn an seinem kubischen Kristallsystem und seiner vollkommenen Spaltbarkeit erkennen. Viele Fluorite weisen eine starke Fluoreszenz im UV-Licht auf. | ||
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==Struktur== | ==Struktur== | ||
In der Flussspat-Struktur liegen die Ca<sup>2+</sup>-Ionen an den Ecken sowie in der Flächenmitte eines Würfels (flächenzentriert)(siehe Abbildung). Die Ca<sup>2+</sup>-Ionen von 8 F<sup>-</sup>—Ionen und im Umkehrschluss die F<sup>-</sup>—Ionen von 4 Ca<sup>2+</sup>-Ionen umgeben. Wir können die Struktur auch mit acht Würfelchenn beschreiben, wo nur vier Ecken mit Ca besetzt sind. Sie bilden einen Tetraeder, in dessen Lücke ein Fluoridion vorliegt. | In der Flussspat-Struktur liegen die '''Ca<sup>2+</sup>-Ionen''' an den Ecken sowie in der Flächenmitte eines Würfels (flächenzentriert)(siehe Abbildung). Die '''Ca<sup>2+</sup>-Ionen''' werden von '''8 F<sup>-</sup>—Ionen''' und im Umkehrschluss die '''F<sup>-</sup>—Ionen''' von '''4 Ca<sup>2+</sup>-Ionen''' umgeben. Wir können die Struktur auch mit acht Würfelchenn beschreiben, wo nur vier Ecken mit Ca besetzt sind. Sie bilden einen Tetraeder, in dessen Lücke ein Fluoridion vorliegt. | ||
Die in der Grafik dargestellten Netzebenen geben die Richtung der vollkommenen Spaltbarkeit an. | Die in der Grafik dargestellten Netzebenen geben die Richtung der '''vollkommenen Spaltbarkeit''' an. | ||
==Ausbildung und Kristallform== | ==Ausbildung und Kristallform== | ||
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==Klassifikation== | ==Klassifikation== | ||
Der Fluorit ist zusammen mit dem Halit eines der wichtigesten gesteinsbildenden Minerale der Halegonide. | Der Fluorit ist zusammen mit dem Halit eines der wichtigesten gesteinsbildenden Minerale der Halegonide. | ||
Er hat die härte 4 und nimmt innerhalb der | Er hat die härte 4 und nimmt innerhalb der Härteskala nach Mohs auch diesen Platz ein. | ||
<!--==Tipps zu Mineralseparation und Präparation== | <!--==Tipps zu Mineralseparation und Präparation== | ||
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==Besonderheiten== | ==Besonderheiten== | ||
Violette Fluorite (aber auch dunkle bis schwarze Flussspate), auch Stinkspat genannt, emittieren beim Zerschlagen einen starken Geruch der an Fluor erinnert. | Violette Fluorite (aber auch dunkle bis schwarze Flussspate), auch '''Stinkspat''' genannt, emittieren beim Zerschlagen einen starken Geruch der an Fluor erinnert. | ||
Viele Fluorite weisen bei Bestrahlung mit UV-Licht eine starke Fluoreszenz auf. | Viele Fluorite weisen bei Bestrahlung mit UV-Licht eine starke '''Fluoreszenz''' auf. | ||
In einigen Fällen erhalten Fluorite beim Erhitzen eine schwach gelbliche oder grünliche Färbung. Diesen Vorgang nennt man Thermolumineszenz. | In einigen Fällen erhalten Fluorite beim Erhitzen eine schwach gelbliche oder grünliche Färbung. Diesen Vorgang nennt man '''Thermolumineszenz'''. | ||
==Anwendung== | ==Anwendung== | ||
Bereits im alten Griechenland wurde Flussspat als Flussmittel verwendet, um die Schmelztemperatur bei der Metallherstellung herabzusetzen. Die Methode hat sich über die Jahrtausende bewährt und auch heute noch wird in der Stahlindustrie Säurespat in einer sehr reinen Form oder als Flussmittel-Kalkgemisch verwendet. | Bereits im alten Griechenland wurde Flussspat als Flussmittel verwendet, um die Schmelztemperatur bei der '''Metallherstellung''' herabzusetzen. Die Methode hat sich über die Jahrtausende bewährt und auch heute noch wird in der Stahlindustrie Säurespat in einer sehr reinen Form oder als Flussmittel-Kalkgemisch verwendet. | ||
==Das könnte dich auch interessieren== | ==Das könnte dich auch interessieren== | ||