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| Gitterparameter_a = | | Gitterparameter_a = 5,463 Å | ||
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==Vorkommen und Paragenese== | ==Vorkommen und Paragenese== | ||
Der Fluorit bildet sich häufig in '''hydrothermalen Gängen''' und ist dementsprechend auch häufig in Pegmatiten (Ganggestein) und Erzlagerstätten ist. | Der Fluorit bildet sich häufig in '''hydrothermalen Gängen''' und ist dementsprechend auch häufig in Pegmatiten (Ganggestein) und Erzlagerstätten ist. Er kommt in granitischen Schmelzen als spätkristallisierendes akzessorische Mineral vor. | ||
Die reichsten monomineralischen Fluorit-Ganglagerstätten kommen in Mexiko vor. In metamorphen oder magmatischen Gesteinen wie zum Beispiel Granitoiden ist Fluorit untergeordnet zu beobachten. | Die reichsten monomineralischen Fluorit-Ganglagerstätten kommen in Mexiko vor. In metamorphen oder magmatischen Gesteinen wie zum Beispiel Granitoiden ist Fluorit untergeordnet zu beobachten. | ||
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==Struktur== | ==Struktur== | ||
[[Datei:Mineral Fluorit Struktur.mp4|mini|Fluorit-Struktur. Animation: W. Stoiber & D. Aßbichler 2023.]] | [[Datei:Mineral Fluorit Struktur.mp4|mini|Fluorit-Struktur. Animation: W. Stoiber & D. Aßbichler 2023.]] | ||
In der Flussspat-Struktur liegen die Ca<sup>2+</sup>-Ionen an den Ecken sowie in der Flächenmitte eines Würfels ('''flächenzentriert'''). Die Ca<sup>2+</sup>-Ionen werden von 8 F<sup>-</sup>-Ionen und im Umkehrschluss die F<sup>-</sup>-Ionen von 4 Ca<sup>2+</sup>-Ionen umgeben. Wir können die Struktur auch mit acht Würfelchenn beschreiben, wo nur vier Ecken mit Ca besetzt sind. Sie bilden einen Tetraeder, in dessen Lücke ein Fluoridion vorliegt. | In der Flussspat-Struktur liegen die Ca<sup>2+</sup>-Ionen an den Ecken sowie in der Flächenmitte eines Würfels ('''flächenzentriert'''). Die Ca<sup>2+</sup>-Ionen werden von 8 F<sup>-</sup>-Ionen und im Umkehrschluss die F<sup>-</sup>-Ionen von 4 Ca<sup>2+</sup>-Ionen umgeben. Wir können die Struktur auch mit acht Würfelchenn beschreiben, wo nur vier Ecken mit Ca besetzt sind. Sie bilden einen Tetraeder, in dessen Lücke ein Fluoridion vorliegt. Das 8:4-Verhältnis bietet bei einem zweimolekül-Mineral die höchst mögichste Kombinierung. Das Radius-Verhältnis (R<sup>A</sup>:R<sup>x</sup>) liegt bei größer 0.732. | ||
Die in der Grafik dargestellten Netzebenen geben die Richtung der '''vollkommenen Spaltbarkeit''' an. | Die in der Grafik dargestellten Netzebenen geben die Richtung der '''vollkommenen Spaltbarkeit''' an. | ||
{{Absatz}} | {{Absatz}} | ||