Apatit

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Apatit
Allgemeines und Klassifikation
Abkürzung Ap
Chemische Formel Ca5(PO4)3(OH,F,Cl)
Mineralklasse Phosphate
Kristallographische Daten
Kristallsystem hexagonal
Kristallklasse hexagonal-dipyramidal; 6/m
Physikalische Eigenschaften
Mohshärte 5
Dichte (g/cm3) 3,2
Farbe farblos, braun, grün, gelb bis zu blauviolett
Strichfarbe weiß
Spaltbarkeit keine
Bruch muschelig
Morphologie
Glanz Glas- bis Fettglanz

Apatit ist ein Phosphat mit der allgemeinen Summenformel: Ca5(PO4)3(OH,F,Cl). Es ist das am häufigsten auftretende Phosphat in Gesteinen.[1]


Struktur

Apatit ist ein hexagonales Phosphat, wobei die Sauerstoffatome in tetraedrischer Koordination um das Phosphor angeordnet sind. Sowohl das Calcium als auch die Anionen F, Cl und OH können diadoch ersetzt werden.

Klassifikation

Durch diese Möglichkeit des diadochen Ersetzens lassen sich viele verschiedene Variationen unterscheiden, wobei jedoch die wichtigsten der Fluorapatit, Chlorapatit und Hydroxylapatit sind.

Vorkommen und Paragenese

Apatit kommt in sämtlichen Bildungsbereichen vor und ist daher in vielen Gesteinen zumindest akzessorisch vorhanden. In Magmatiten ist es frühkristallisierend und häufig mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Auch in Metamorphiten ist es häufig kaum erkennbar, da es meist xenomorph und feinkörnig ausgeprägt ist. In Sedimentgesteinen, wie beispielsweise Phosphorit, kann Apatit in wulstigen Lagen oder Konkretionen auftreten.[2]

Bestimmung im Gelände

Bei ausreichend großer Ausprägung ist ein tafeliges bis säuliges oder nadeliges Erscheinungsbild ohne Spaltbarkeit, mit muscheligem Bruch und Glas- bis Fettglanz zu erkennen.[3] Die Farben variieren je nach Spurenelementen von farblos, braun, grün, gelb bis zu blauviolett.[1][2] Mit einer Härte von 5 stellt Apatit auf der Mohs’schen Härte Skala ein Vergleichs-Mineral dar.

Besonderheiten

Apatit findet sich auch als Bestandteil der Knochen und Zähne, sowie als Nährstoffquelle für Pflanzen in der Natur wieder.[1][2]

Anwendung

In der Industrie ist Apatit eine wichtige Quelle für die Gewinnung von Phosphor. Anwendung findet es unter anderem als Düngemittel.

Referenzen

  1. 1,0 1,1 1,2 Markl G. Minerale und Gesteine. Berlin, Heidelberg: Springer Berlin Heidelberg; 2015.
  2. 2,0 2,1 2,2 Vinx R. Gesteinsbestimmung im Gelände. Berlin, Heidelberg: Springer Berlin Heidelberg; 2015.
  3. McCann T, Valdivia Manchego M. Geologie im Gelände. Berlin, Heidelberg: Springer Berlin Heidelberg; 2015.

Weitere Informationen und Literatur

Deer W.A., Howie R.A., Zussman J. (2013) An introduction to the Rock-Forming Minerals

Hochleitner R., Philipsborn H., Weiner K.L., Rapp K. (1996) Minerale: Bestimmen nach äußeren Kennzeichen

Okrusch M., Matthes S. (2013) Mineralogie

Autor:innen

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Dieser Artikel wurde geschrieben und gegengelesen von:
Timon Pfaff
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