Spaltbarkeit

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Spaltbarkeit beschreibt die Tendenz eines Minerals, entlang von kristallographisch definierten Spaltflächen zu brechen. Sie ist im Dünnschliff an geraden, parallelen, dünnen Linien im Kristallschnitt erkennbar und auch bei einfach polarisiertem Licht sichtbar. Minerale können gute oder schlechte Spaltbarkeit zeigen und die Spaltbarkeit kann unterschiedlich gut in verschiedenen Schnittlagen eines Minerals sein. Sie entsteht durch mechanische Beanspruchung. Je kleiner das Korn, desto weniger Spaltbarkeiten und Risse treten auf.

Bei Mineralen, die eine Lichtbrechung nahe am Einbettungsmittel haben, ist die Spaltbarkeit, auch wenn sie gut ist, z.T. nicht sichtbar (z.B. Feldspäte). Dies kann je nach Präparation von Schliff zu Schliff variieren.

Minerale, die typischerweise Spaltbarkeit zeigen sind:

  • Pyroxene mit 90° - Spaltbarkeit
  • Amphibole mit 120° - Spaltbarkeit
  • Glimmer und Chlorite mit parallelen Spaltflächen senkrecht zur Schichtung

Literatur

  • Raith, M.M., Raase, P., Reinhardt, J. (2011): Leitfaden zur Dünnschliffmikroskopie
  • Stosch, H.-G. (2009): Skript zur Kristalloptik II – Mineralmikroskopie

Autor:innen

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Dieser Artikel wurde geschrieben und gegengelesen von:
Paula Dörfler, Theresa Mond
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