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Die Klötzchen in der Aluform brauchen ein weiteres Mal 48 h ist bis sie ausgehärtet sind. | Die Klötzchen in der Aluform brauchen ein weiteres Mal 48 h ist bis sie ausgehärtet sind. | ||
=== | ===Heraustrennen des Klötzchen=== | ||
Wenn das Epoxidharz ausgehärtet ist gilt es zuerst die Form zu entfernen und die Klötzchen ggf. aus dem Kunststoff herauszutrennen. Die Maschinen im geowissenschaftlichen Labor prinzipiell für die Bearbeitung von Gesteinen ausgelegt sind, also für poröse und tendenziell harte Materialien. Mit duktilen Werkstoffen wie zum Beispiel Kunststoffen tun diese Geräte sich oft schwerer. Gerade diese schmieren Trenn- und Schleifscheiben gerne mal zu, so dass die Diamanten nicht mehr schleifen können. Daher sind in diesem Schritt sehr dünne Stellen zu bevorzugen. Also solche wo die Maschine möglichst wenig Harz in einer Umdrehung bearbeiten muss. Zu ähnlichen Problemen kann es auch kommen, wenn Material bearbeitet wird welches einen höheren Metallanteil hat. | |||
===Läppen der | ===Schleifen/Läppen der Probenklötzchen=== | ||
Das Klötzchen wird auf der Schleifmaschine bearbeitet bis die imprägnierte Fläche frei von Epoxidharz ist und eine gleichmäßige Rauigkeit besitzt. Wie viel Material während des Schleifprozesses abgetragen wird, bestimmt den Ausschnitt, welcher später im Dünnschliff zu sehen sein wird. | |||
Der Schleifprozess findet in abgestufter Korngröße des Schleifkörpers statt. Dabei wird mit abnehmender Schleifkörnung immer weniger von der Probe abgetragen, bis die Probenoberfläche ausreichend feingeschliffen ist. Für eine schonendere Vorgehensweise kann später auf Läppmittel umgestiegen werden. Geläppt werden kann manuell an der Maschine auf einer gusseisernen Scheibe oder komplett händisch auf Glasplatten. | |||
Bei jedem Korngrößenwechsel ist auf gewissenhafte Reinigung zu achten. Ins besondere sollte das Probenklötzchen im Ultraschallbad gereinigt werden. Da es sonst zur Korngrößenverschleppung kommen kann und das verursacht immer zusätzliche Arbeit. | |||
Unabhängig von der Vorgehensweise ist zu beachten, dass die Unterlage stehts gleichmäßig bearbeitet werden muss. Da auch hier ein Abtrag stattfindet und eine Bombierung der Scheibe auch bei den Klötzchen und letzten Endes auch den Dünnschliffen zu einer konkaven oder konvexen Oberfläche führen kann. | |||
{{Beachte|Säubere deinen Arbeitsplatz und dein Probenklötzchen (im Ultraschallbad) nach jedem Korngrößenwechsel gewissenhaft! Ansonsten kann es zu Kratzern oder einer gänzlich ungleichmäßigen Oberfläche kommen.}} | |||
Falls nicht bereits aufgeraute Objektträger gegeben sind sollten diese ebenfalls nochmal geläppt werden. Bitte nicht die Seiten beim Läppvorgang vertauschen. Es wird nur eine mattierte Seite benötigt. Dokumentiere die Dicke des Glases nach der Bearbeitung. | |||
Anschließend die Probenklötzchen mit den Objektträgern nochmal im Ultraschallbad reinigen und wieder 24h im Trockenschrank trocknen. | |||
===Aufkleben auf den Objektträger und Absägen des Klötzchens=== | ===Aufkleben auf den Objektträger und Absägen des Klötzchens=== | ||
Die fertig polierte Seite des | Die fertig polierte Seite des Probenklötzchens wird während des nächsten Arbeitsschrittes mit einem anderen Epoxidharz auf den Objektträger geklebt. Dieses dringt nicht so tief in die Probe ein ist aber dafür eher geeignet in dünnsten Schichten eine starke Verklebung zu erreichen. Die der mechanischen Beanspruchung im weiteren Prozess stand hält. | ||
{{Beachte|Arbeite mit Epoxidharz immer im Abzug mit Nitrilhandschuhen und Kittel.}} | |||
Auf die trockene und zu vor bearbeitete Fläche des Klötzchens Epoxidharz gegeben. Dann wird die raue/mattierte Seite des Objektträgers von oben auf das Klötzchen gelegt. Das Epoxidharz sich als dünne Schicht zwischen Probe und Glas verteilen lassen. Beide Flächen sollten vollständig mit dem Harz benetzt sein. Dann durch leichte Kreisbewegungen die Luftblasen nach außen drücken. Glas und Probe sollten so viel wie nötig und so wenig wie möglich in diesem Zustand bewegt werden. | |||
Mit dem Objektträger auf der Unterseite wird das Probenklötzchen in der Klebepresse unterm Abzug eingespannt. Die Klebepresse stellt eine Null-Punkt-Klebung her. Die Harzschicht zwischen Glas und Gestein ist so rund 0µm dick. Was wiederum die spätere Probendicke berechenbarer macht. Anschließend härtet das Epoxidharz für min 24h aus. | |||
===Abschleifen und Läppen des Dünnschliffs=== | ===Abschleifen und Läppen des Dünnschliffs=== | ||