Vulkanite

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Fumarolen - Ausdruck von Vulkanismus. Photo von Woife Stoiber.
Fumarolen - Ausdruck von Vulkanismus. Photo von Woife Stoiber.

Magma (auf der Erde meistens Silikatschmelze) steigt zur Erdoberfläche auf und kühlt dabei ab. Erstarrt Magma oberhalb der Erdoberfläche, nennt man die entstehenden Gesteine Vulkanite. Vulkanite treten an Schwachstellen der Erdkruste auf. Das können zum einen ozeanische oder kontinentale Rifting-Zonen oder Subduktionszonen sein. In Kontakt mit Luft, Wasser oder Eis ist die Abkühlung schneller als im Kontakt zu anderen Gesteinen (-> Wärmeleitfähigkeit). Das Magma wird an der Erdoberfläche also "abgeschreckt". So haben Vulkanite meist ein porphyrisches Gefüge mit Einsprenglingen in einer glasigen, aphantischen oder mikrokristallinen Matrix.

Hier gibt's mehr zur Gesteinsbeschreibung der Vulkanite und zu ihrer Klassifikation.

Ausbruchsform

Vulkane können explosiv (Pyroklastika) oder effusiv (Lava) ausbrechen. Die Ausbruchsform hängt dabei stark von der Zusammensetzung des Ausgangsmagma ab und wie effizient die zu Beginn in allen Schmelzen enthaltenen Volatile aus dem System entweichen können. Den Volatilaustritt kann man anhand der Porosität und Permeabilität eines Vulkanits erforschen.

Aus sauren Magmen können Gase nur schwer entweichen. Zusätzlich sind sie dickflüssiger, das heißt, sie haben eine höhere Viskosität. Saure Magmen treten häufig in explosiven Vulkanausbrüchen aus. Ein Beispiel sind die Vulkane der Anden. Dort ist das vorherrschende vulkanische Gestein Andesit, ein saures Gestein, das im Zuge der Subduktion durch Krustenaufschmelzung entsteht. Explosive Vulkanausbrüche richten mitunter verheerende Schäden an.

Basische Magmen sind in der Regel heißer und haben eine geringere Viskosität als ihre sauren Pendants. Sie werden deshalb meistens während effusiver Ausbrüche gefördert. Basische Magmen werden an Mittelozeanischen Rücken gefördert. Ein weiteres bekanntes Beispiel für basischen Vulkanismus ist Hawaai. Die Gefahr

Die meisten Vulkanausbrüche sind nicht rein effusiv oder explosiv, in der Regel kommt es zu einer Mischform.

Vulkane als landschaftsbildendes Element. Photo von Julia Parlato.
Vulkane als landschaftsbildendes Element. Photo von Julia Parlato.

Vulkanlandschaften

Vulkane sind landschaftsbildend. Wie ein Vulkan aussieht, hängt von der Ausbruchsform und -intensität ab.

☕ In Kürze mehr zu monogenetischen, polygenetischen Vulkanen, zu Stratovulkanen, Calderas, Maaren, Schildvulkanen uvw.!

Weitere Informationen zu Entstehung sowie Vorkommen, Erscheinungsform im Gelände und Mineralbestand der Vulkanite findest du in den jeweiligen Gesteinsartikeln.

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Referenzen

Markl, Gregor (2014). Minerale und Gesteine: Mineralogie–Petrologie–Geochemie. Springer-Verlag.
Matthes, Siegfried (2013). Mineralogie: eine Einführung in die spezielle Mineralogie, Petrologie und Lagerstättenkunde. Springer-Verlag.

Weiterführende Literatur

Schmincke, H. U. (2012). Volcanism. Springer Science & Business Media.

Lehrveranstaltungen

P1 Geomaterialien (Bachelor)
P3 Gesteine (Bachelor)
Petrologie I und II (Bachelor)
Vulkanologie (Bachelor)

AutorInnen

Maxl Autor.png
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Paula Dörfler, Ulrich Küppers

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