Minerale picken

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Das Picken von Mineralen unter dem Mikroskop ist der letzte Arbeitsschritt der Mineralseparation. Die gesamte Vorgehensweise bei der Mineralseparation könnt ihr hier nachlesen. Das Picken von Mineralen dient u.a. zur genauen Betrachtung und Unterscheidung einzelner Mineralphasen und als Vorbereitung zur Herstellung von Streupräparaten. Hierfür werden die in der Regel zuvor durch andere Methoden separierten Minerale unter einem Auflichtmikroskop betrachtet.

Zirkone picken mit einem Auflichtmikroskop.
Zirkone nach dem Picken im Auflichtmikroskop.

Materialien

Für das Picken der Minerale sind einige Materialien notwendig. Neben dem Auflichtmikroskop selbst könnt ihr viele optionale Hilfsmittel verwenden, die euch das Abtrennen der einzelnen Komponenten erleichtern.

  • Auflichtmikroskop
  • Ethanol → Zum Reinigen der Hilfsmittel
  • Feld-/Laborbuch → Zum Festhalten des Arbeitsablaufes sowie eurer Ergebnisse
  • Handschuhe
  • Papiertücher
  • Petrischalen → Zur Betrachtung der Probe unter dem Auflichtmikroskop
  • Pinzette/Präpariernadel → Zum Entnehmen einzelner Komponenten
  • Probenbehälter mit Verschluss → Aufbewahrung der Probe
  • Verd. Salzsäure (10%ig) → Test auf die Reaktion der einzelnen Körner mit der Säure
  • Wasser → Test auf Wasserlöslichkeit
  • Wasserfester Stift → Zur Beschriftung der Probenbehälter
  • Weißes Papier → Als Unterlage (Erzeugt manchmal einen besseren Kontrast zu den einzelnen Komponenten, als der schwarze Fuß des Auflichtmikrsokopes

Vorbereitung

Um einzelne Minerale unter dem Auflichtmikroskop betrachten und in Gruppen einteilen zu können ist es i.d.R. nötig die Probe vorher zu bearbeiten. Während die Betrachtung von Bodenproben und Lockergesteinen oftmals ohne umfangreiche Vorbereitung beginnen kann, müssen andere Gesteinen vorbereitet werden. Dazu zählt neben der makroskopischen Betrachtung zum Beispiel das Zerkleinern der Probe mit dem Backenbrecher, die Schweretrennung oder die Präparation mit dem Magnetscheider. Weitere Informationen zur Probenaufbereitung findet ihr hier. Eine zuvor erfolgte Separation erleichtert außerdem die eigentliche Trennung der Mineralphasen unter dem Auflichtmikroskop.

Vorgehensweise

Nun können die gewünschten Mineralphasen per Hand gepickt werden.

Achtung:
Maxl Achtung.png
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Da dadurch die Körner einzeln gepickt werden müssen ist diese Methode sehr zeitintesiv und kann - je nach Probengröße - Stunden bis Tage dauern.


Dafür wird ein Teil der Probe in eine Petrischale gegeben und diese unter dem Auflichtmikroskop platziert. Die einzelnen Minerale werden dann (z.B. mit einer Präparationsnadel oder einer Pinzette) von den anderen Körnern getrennt.

Tipp:
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Füllt nur wenig Probe in die Petrischale, sodass der Boden nicht ganz bedeckt ist. Das erleichtert die Separation!


Zunächst ist es hilfreich die Mineralphasen nach ihrer Farbe zu sortieren. Gleichfarbige Phasen können anschließend anhand der Kornform unterschieden werden. Dies gilt jedoch nur für (nahezu) idiomorphe Kristalle.

Beachte:
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Es bedarf viel Übung bis man nicht nur idiomorphe, sondern auch zerbrochene oder gerundete Minerale voneinander unterscheiden kann.


Daneben helfen euch weitere Kristallmerkmale die einzelnen Minerale voneinander zu unterscheiden. Wichtige Parameter sind dabei der Glanz, der Bruch, oder die Spaltbarkeit, etc. Außerdem kann es hilfreich sein eine Magnetische Trennung mittels Handmagnet durchzuführen und die Reaktion der Probenbestandteile auf verdünnte Salzsäure und Wasserlöslichkeit zu testen. Für diesen Schritt ist eine fundierte Kenntnis über die optischen Eigenschaften der Mineralphasen im Auflichtmikroskop essentiell.

Tipp:
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Diese Methode erfordert sehr viel Geduld und eine genaue Betrachtung der einzelnen Bestandteile. Nehmt euch daher genügend Zeit und gebt nicht auf, wenn es euch gerade zu Beginn schwer fällt verschiedene Minerale zu unterscheiden!


Die einzelnen Mineralphasen werden in fest verschließbaren Probenbehältern aufbewahrt.

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Dieser Artikel wurde geschrieben und gegengelesen von:
Sönke Stern, Simon Prochaska, Donja Aßbichler, Lena Able
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