Auswertung (Analytik)

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Nach der Probenanalyse müssen eure Ergebnisse ausgewertet werden. Hier findet ihr eine Übersicht zu den Methoden der Datenverarbeitung, der Fehlerbetrachtung und Statistik. Außerdem werden Klassifikations- und Diskriminationsdiagramme vorgestellt und die Auswertung von mineralchemischen Analysen genauer erklärt.

Methoden der Datenverarbeitung

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Informationen zur Datenverarbeitung sind im Online-Tutorium Wissenschaftliches Arbeiten gesammelt.


Fehlerbetrachtung

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Das Tutorium Fehlerbetrachtung behandelt den Einfluss von Präparations- und Gerätefehlern auf die Untersuchungsergebnisse. Der Präparationsfehler bildet zusammen mit dem Fehler der Probennahme den Analysefehler. In diesem Zusammenhang hat die Fehlerfortpflanzung eine große Bedeutung. Durch diese bilden selbst kleine Fehler in einzelnen Abschnitten in der Summe einen großen Fehler aus, welcher bei der Auswertung der Daten mitberücksichtigt werden muss. Für die Bestimmung des Gerätefehlers sind die Eigenschaften einer Messung von Bedeutung.

Generell kann zwischen einem zufälligen und einem systematischen Fehler unterschieden werden. Außerdem können Fehler absolut oder relativ dargestellt werden. Je nach Versuch muss entschieden werden, welche Darstellung die sinnvollste ist und die Ergebnisse am besten repräsentiert.



Klassifikations- und Diskriminationsdiagramme

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Magmatische Gesteine werden in der Regel mittels der Streckeisendiagramme (z.B.QAPF) oder dem TAS-Diagramm klassifiziert. Die Einteilung der Sedimentite erfolgt anhand der Korngröße oder Genese, sowie der Zusammensetzung. Die Karbonatklassifikation ist hier dargestellt. Es gibt eine Reihe weiterer, spezifischerer Diagramme, die hier aufgelistet sind. Auch die Klassifikation der Minerale erfolgt in vielen Fällen über die grafische Einteilung unter Berücksichtigung des Chemismus. In der Geochemie werden Diskriminationsdiagramme eingesetzt, um geodynamische Settings zu bestimmen.


Auswertung von Mineralchemischen Analysen

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Daten zum Mineralchemismus werden in der Regel aus Analysen mittels Elektronenstrahlmikroskonde (EMPA), EDX-Messungen am Rasterelektronenmikroskop oder LA-ICP-MS (speziell für Spurenelemente) gewonnen. Die Auswertung solcher Daten ist analysespezifisch. Im Falle der EMPA oder der REM-Analysen erhält man Elementdaten, meist in Form der Gewichtsprozent der Oxide. Diese müssen dann auf die jeweiligen Mineralformeln umgerechnet werden um die Messung genauer beurteilen zu können. Beachte hierbei, dass EDX-Messungen in der Regel auf 100 Gew.-% normierte Ergebnisse liefern. Speziell bei wasser- oder allgemein voltilhaltigen Mineralen kann dies teils zu starken Abweichungen vom tatsächlichen Messergebnis führen. Die Benennung und Klassifikation der Minerale erfolgt dann anhand von mineralspezifischen Diagrammen.


AutorInnen

Paula Dörfler, Donjá Aßbichler